Ex-Freundin vergewaltigt und verunstaltet: Mann (54) äußert sich nicht zu Vorwürfen

Berlin - Mehr als neun Jahre nach dem brutalen Mordversuch an einer Frau hat am Berliner Landgericht der Prozess gegen einen 54-Jährigen begonnen.

Ein 54-Jähriger muss sich wegen schwerer Körperverletzung und Vergewaltigung vor Gericht verantworten (Symbolbild).
Ein 54-Jähriger muss sich wegen schwerer Körperverletzung und Vergewaltigung vor Gericht verantworten (Symbolbild).  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der Mann soll seine ehemalige Freundin aus Rach- und Eifersucht fast zu Tode misshandelt haben. Das Ziel war laut Anklage, sie ihrer Attraktivität und Weiblichkeit zu berauben.

Die Anklage lautet auf versuchten Mord in zwei Fällen, Vergewaltigung und schwere Körperverletzung. Die Verteidiger des 54-Jährigen erklärten zu Prozessbeginn am Donnerstag, ihr Mandant werde sich derzeit nicht äußern.

Der im Irak geborene Mann mit niederländischer Staatsangehörigkeit soll im Oktober 2012 in die Wohnung der Frau in Berlin-Schöneberg eingedrungen sein. Er soll sie gefesselt, geknebelt, sexuell misshandelt und schließlich mit einem Messer an Brüsten, Nase und im Genitalbereich schwer verunstaltet haben.

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Zuvor habe er ihre damals zehnjährige Tochter gefesselt und geknebelt in einen anderen Raum der Wohnung gesperrt. Die Opfer habe er in hilfloser Lage zurückgelassen.

Misshandelte Frau kann mit letzter Kraft erfolgreich nach Hilfe rufen

Der lebensgefährlich verletzten Frau war es laut Anklage mit letzter Kraft gelungen, ein Fenster zu erreichen. Ein Passant habe ihren schwachen Hilferuf wahrgenommen und die Polizei alarmiert.

Der Mann war laut Staatsanwaltschaft nach der Tat im Oktober 2012 in die Türkei und den Iran geflohen. Im Iran wurde er verurteilt, saß bis zu seiner Entlassung im Mai 2019 im Gefängnis und flüchtete dann in die Niederlande.

Dort wurde er 2020 festgenommen und schließlich im Juli 2021 nach Deutschland ausgeliefert.

Aktualisiert: 13. Januar, 13.27 Uhr

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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