Geldtransporter-Überfall am Ku'damm: Ermittler sagt in Prozess aus

Berlin - Der Prozess um einen Raubüberfall auf einen Geldtransporter auf dem Berliner Kurfürstendamm vor knapp sieben Monaten wird am Montag (9.30 Uhr) fortgesetzt.

Auf dem Berliner Kurfürstendamm wurde am 19. Februar 2021 ein Geldtransporter überfallen.
Auf dem Berliner Kurfürstendamm wurde am 19. Februar 2021 ein Geldtransporter überfallen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Angeklagt ist ein Clan-Mitglied. Der 31-Jährige hatte vor dem Landgericht seine Beteiligung gestanden.

Maskiert und als Müllmänner getarnt hatten mehrere Täter am 19. Februar einen Geldtransporter attackiert und rund 650.000 Euro erbeutet.

Die Sicherheitsmitarbeiter wurden laut Anklage unter Vorhalt von Schreckschusspistolen entwaffnet. Der 31-Jährige aus einer arabischstämmigen Großfamilie soll auch Reizgas eingesetzt haben.

Laut Ermittlungen sollen insgesamt fünf Männer an der Tat beteiligt gewesen sein. Vier davon seien bislang unbekannt.

Update, 15.36 Uhr: Ermittler sagt in Prozess aus

Am Montag hat ein Ermittler im Prozess das Vorgehen der Täter als "absolut arbeitsteilig" beschrieben. Die Tat habe rund eineinhalb Minuten gedauert, sagte der Zeuge vor dem Landgericht der Hauptstadt.

Der Polizeibeamte sagte weiter, die Täter hätten den schweren Sack mit 15 Geldkassetten zur Straße gezogen und in das Fluchtauto gehievt. Der Kofferraum habe sich nicht ganz schließen lassen. "Der Sack musste von innen gehalten werden." Der Wagen, den die Täter laut Ermittlungen knapp einen Monat zuvor gekauft hatten, sei mit einem falschen Kennzeichnen ausgestattet gewesen und kurz nach der Tat auf einem Parkplatz angezündet worden. Im Auto seien die Revolver der Sicherheitsmitarbeiter gefunden worden.

Am dritten Prozesstag am Mittwoch soll es nach derzeitigen Planungen zum Urteil kommen.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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