Mann (†30) am Kotti vor U-Bahn geschubst: Jetzt beginnt der Prozess

Berlin - Rund sechs Monate nach einem tödlichen Vorfall am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg, bei dem ein Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde, muss sich ein 27-Jähriger ab Freitag (9.15 Uhr) vor dem Landgericht der Hauptstadt verantworten.

Ein Mann ist Ende Oktober in Berlin-Kreuzberg vor eine U-Bahn gestoßen worden. (Symbolbild)
Ein Mann ist Ende Oktober in Berlin-Kreuzberg vor eine U-Bahn gestoßen worden. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Die Anklage lautet auf Mord. Der Angeklagte soll das 30 Jahre alte Opfer Ende Oktober vor eine U-Bahn geschubst haben. Der Attackierte sei überrollt und tödlich verletzt worden. 

Zuvor soll es auf dem Bahnsteig einen Streit um Drogengeschäfte zwischen dem Opfer und einem Begleiter sowie einer größeren Gruppe, zu der der Täter gehörte, gegeben haben.

Wenige Tage nach dem Vorfall wurde zunächst ein falscher Tatverdächtiger festgenommen. Der Mann habe für die Tatzeit ein Alibi vorweisen können und gelte als entlastet, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, bereits im November erklärte.

Nun sitzt ein mittlerweile 27-Jähriger auf der Anklagebank.

Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der Heimtücke aus. Der 30-Jährige sei nach Beendigung der Auseinandersetzung arg- und wehrlos gewesen. 

Sechs Verhandlungstage sind vorgesehen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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