Weizsäcker-Sohn (†59) getötet: Heute soll der Angeklagte aussagen!

Berlin – Der Prozess um die tödliche Messerattacke gegen den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker wird am Dienstag (9.30 Uhr) am Landgericht der Hauptstadt fortgesetzt.

Das Grab von Fritz von Weizsäcker nach seiner Beisetzung auf dem Waldfriedhof in Berlin-Dahlem.
Das Grab von Fritz von Weizsäcker nach seiner Beisetzung auf dem Waldfriedhof in Berlin-Dahlem.  © dpa/Christoph Soeder

Erwartet wird für den zweiten Verhandlungstag eine Aussage des Angeklagten. Dem 57-Jährigen wird Mord sowie versuchter Mord an einem Polizisten zur Last gelegt

Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, wurde am Abend des 19. November 2019 in der Berliner Schlossparkklinik während eines Vortrags erstochen. Er wurde 59 Jahre alt. 

Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten - insbesondere auf den früheren Bundespräsidenten an.

Ein Polizist, der privat bei dem Vortrag war, sei zu Hilfe geeilt und habe versucht, den 57-Jährigen zu stoppen. Dieser habe den Beamten mit mehreren Messerstichen attackiert. Trotzdem sei es dem Polizisten gelungen, den Angreifer zu überwältigen. 

Der 57-jährige Angeklagte steht hinter Eckart Wähner (r.), Verteidiger, vor dem Prozessauftakt.
Der 57-jährige Angeklagte steht hinter Eckart Wähner (r.), Verteidiger, vor dem Prozessauftakt.  © dpa/Carsten Koall

Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 57-Jährige die Tat seit längerem geplant haben und extra aus seinem Wohnort in Rheinland-Pfalz angereist sein. Im Prozess werde es auch um die Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Täters gehen, sagte eine Gerichtssprecherin.

Titelfoto: dpa/Carsten Koall

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