Nach Horror-Crash auf Berliner Ku'damm: Urteil gegen PS-Protzer gefallen

Berlin - Nach einem Raserunfall auf dem Kurfürstendamm mit zwei schwer verletzten Frauen ist der Angeklagte zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Ein beschädigter PKW steht nach dem Unfall im August 2020 an der Kreuzung Kurfürstendamm Cicerostraße.
Ein beschädigter PKW steht nach dem Unfall im August 2020 an der Kreuzung Kurfürstendamm Cicerostraße.  © Paul Zinken/dpa

Das Berliner Landgericht sprach den 29-Jährigen am Dienstag "eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit schweren Folgen, der schweren sowie der gefährlichen Körperverletzung, der Sachbeschädigung sowie der Unfallflucht" schuldig. Zudem wurde eine Führerscheinsperre von vier Jahren und vier Monaten verhängt.

Bei dem Unfall am Abend des 31. August 2020 wurden zwei Frauen - Mutter und Tochter - schwer verletzt. Die 17-jährige Tochter war im Prozess Nebenklägerin. Die Mutter ist seit dem Unfall gelähmt. Was der Angeklagte verursacht habe, sei "das Schlimmste, was man sich als Zustand vorstellen kann", hieß es im Urteil.

Der Angeklagte hatte umfassend gestanden. Er habe Gas gegeben, um seiner Beifahrerin zu imponieren, erklärte er zu Prozessbeginn vor einem Monat. Ihm sei bewusst gewesen, dass er durch maximale Beschleunigung andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnte.

Den Unfall habe er aber nicht gewollt. Dem Urteil war eine sogenannte Verständigung aller Prozessbeteiligten vorausgegangen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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