Nach langer Pause: Nächste Runde im Bushido-Prozess gegen Arafat Abou-Chaker

Berlin - Der Strafprozess gegen den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker (45) und drei seiner Brüder geht am Montag (9.30 Uhr) am Landgericht der Hauptstadt weiter - nach einer mehrwöchigen Pause.

Bushido (42/l.) und Arafat Abou-Chaker (45/r.) waren einst jahrelang enge Geschäftspartner. Der Clanboss soll die Trennung aber nicht akzeptiert haben.
Bushido (42/l.) und Arafat Abou-Chaker (45/r.) waren einst jahrelang enge Geschäftspartner. Der Clanboss soll die Trennung aber nicht akzeptiert haben.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa, Christophe Gateau/dpa

Zuletzt war die Ehefrau von Rapper Bushido als Zeugin befragt worden. Anna-Maria Ferchichi (39) hatte erklärt, der langjährige Geschäftspartner ihres Mannes, Arafat Abou-Chaker, habe alles in ihrem Leben bestimmt.

Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi (42), hat in dem seit August 2020 laufenden Verfahren an 25 Tagen als Zeuge Rede und Antwort gestanden. Der 42-Jährige hatte seine Beziehung zum Clanboss mit einer Zwangsheirat verglichen.

Dem Hauptangeklagten werden Straftaten zum Nachteil des Rappers vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft legt dem 45-Jährigen Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung zur Last.

Nach Clan-Schießerei mit Bushido-Kumpel: Mann kommt vor Gericht
Gerichtsprozesse Berlin Nach Clan-Schießerei mit Bushido-Kumpel: Mann kommt vor Gericht

Die Brüder des Clanchefs sollen Mittäter gewesen sein.

Zu den Taten soll es gekommen sein, nachdem Bushido die Beziehungen zu seinem Geschäftspartner aufgelöst habe. Arafat habe dies nicht akzeptieren wollen.

Der Rapper sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche und einem Stuhl attackiert worden.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa, Christophe Gateau/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Berlin: