Nächste Runde im Prozess gegen Clanchef: Bushido wieder im Zeugenstand?

Berlin - Der Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido geht am Montag um 9.30 Uhr am Landgericht Berlin weiter.

Anis Mohamed Youssef Ferchichi (41, l.), bekannt als Rapper Bushido, steht beim Prozess gegen den Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie neben seinem Anwalt.
Anis Mohamed Youssef Ferchichi (41, l.), bekannt als Rapper Bushido, steht beim Prozess gegen den Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie neben seinem Anwalt.  © ---/dpa Pool/dpa

Die begonnene Zeugenbefragung des Musikers wird voraussichtlich fortgesetzt. Der 41-Jährige, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, der umringt von Personenschützern in den Gerichtssaal gebracht wurde, hatte am Mittwoch seine Aussage begonnen. Zunächst ging es um seine musikalische Karriere.

Bushido ist in dem Verfahren um versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue Nebenkläger. 

Der Rapper und der 44-jährige Arafat A.-Ch., Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, waren über Jahre hinweg Partner im Musikgeschäft.

Laut Anklage sei es zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der Rapper sei im Dezember 2017 und im Januar 2018 bedroht, beschimpft eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden. Die Brüder im Alter von 39, 42 und 49 sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Die Männer haben zu den Vorwürfen bislang geschwiegen.

Titelfoto: ---/dpa Pool/dpa

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