Prozess gegen Wachmann von KZ-Sachsenhausen: 100-Jähriger muss operiert werden

Brandenburg/Havel - Der Prozess um die Massentötungen im Konzentrationslager Sachsenhausen wird in der kommenden Woche unterbrochen.

Der inzwischen 100-jährige Angeklagte soll zwischen 1942 und 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen nahe Berlin wissentlich und willentlich Hilfe zur Ermordung von Lagerinsassen geleistet haben, heißt es in der Anklage.
Der inzwischen 100-jährige Angeklagte soll zwischen 1942 und 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen nahe Berlin wissentlich und willentlich Hilfe zur Ermordung von Lagerinsassen geleistet haben, heißt es in der Anklage.  © Fabian Sommer/dpa

Der Grund ist, dass sich der 100 Jahre alte Angeklagte am Montag im Krankenhaus einer Operation unterziehen muss, wie der Vorsitzende Richter Udo Lechtermann am Freitag zu Beginn des vierten Verhandlungstages in Brandenburg/Havel sagte.

Der Prozess solle Anfang November weitergeführt werden. Am Freitag war geplant, dass ein Beamter des Landeskriminalamtes (LKA) über eine Durchsuchung bei dem Angeklagten im Jahr 2019 berichtet.

Der heute 100-Jährige soll der Anklage zufolge zwischen 1942 und 1945 im KZ Sachsenhausen als Wachmann der SS Beihilfe zur Ermordung von Tausenden Lagerinsassen geleistet haben.

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Am zweiten Prozesstag hatte der Angeklagte bestritten, in dem KZ gewesen zu sein. Das Verfahren vor dem Landgericht Neuruppin wird aus organisatorischen Gründen in einer Sporthalle in Brandenburg/Havel geführt.

Für den Prozess sind insgesamt 22 Verhandlungstage bis in den Januar 2022 vorgesehen.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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