Prozess um Anschlag auf Berliner Stadtautobahn: "Es gab keinen Plan für eine Amokfahrt"

Berlin – Acht Monate nach einem mutmaßlichen Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn hat der Beschuldigte vor dem Landgericht der Hauptstadt zunächst geschwiegen.

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn schweigt der Beschuldigte (30).
Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn schweigt der Beschuldigte (30).  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Dem 30-Jährigen, der mit seinem Auto gezielt mehrere Fahrzeuge gerammt und dann drei Motorradfahrer schwer verletzt haben soll, wird unter anderem versuchter Mord in drei Fällen zur Last gelegt. Die Generalstaatsanwaltschaft strebt eine Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Einer der beiden Verteidiger erklärte zu Prozessbeginn am Donnerstag, bei dem Mandanten habe keinerlei terroristische Absicht vorgelegen.

"Es gab keinen Plan für eine Amokfahrt", so der Verteidiger. Es sei ein spontanes Handeln gewesen. Was geschah, tue dem 30-Jährigen leid.

Der Iraker soll sich laut Generalstaatsanwaltschaft vor der Tat am 18. August 2020 entschlossen haben, aus "wahnhaft religiösen und islamistisch geprägten Motiven" zufällig ausgewählte Menschen zu töten.

Dem Iraker wird unter anderem versuchter Mord in drei Fällen zur Last gelegt.
Dem Iraker wird unter anderem versuchter Mord in drei Fällen zur Last gelegt.  © dpa/zb/Paul Zinken

Der Beschuldigte habe mit seinem Auto auf der BAB 100 andere Verkehrsteilnehmer durch Kollisionen mit überhöhter Geschwindigkeit verletzen und töten wollen.

Titelfoto: dpa/Bernd von Jutrczenka

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