Sechs Mädchen und junge Frauen vergewaltigt: So lautet das Urteil

Berlin - Im Prozess um sieben sexuelle Angriffe auf junge Frauen in Berlin und Brandenburg im Sommer 2020 wird am Montag ab 12 Uhr das Urteil erwartet.

Teilnehmer eines Prozesses gegen einen 30-jährigen mutmaßlichen Serienvergewaltiger stehen im Saal 500 des Landgerichts Berlin. Am Montag wird das Urteil erwartet.
Teilnehmer eines Prozesses gegen einen 30-jährigen mutmaßlichen Serienvergewaltiger stehen im Saal 500 des Landgerichts Berlin. Am Montag wird das Urteil erwartet.  © Jörg Carstensen/dpa

Der 30-Jährige soll sieben Frauen attackiert und sechs von ihnen vergewaltigt haben. Die Opfer waren laut Anklage zwischen 14 und 27 Jahre alt.

Dem Angeklagten werden in dem Prozess am Landgericht der Hauptstadt sechs Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung sowie Körperverletzung und versuchte räuberische Erpressung vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafe von 14 Jahren Haft gegen den geständigen Angeklagten gefordert. Zudem sei die Anordnung von Sicherungsverwahrung beantragt worden, sagte eine Sprecherin des Gerichts nach den nicht öffentlichen Plädoyers.

Die Verteidigung habe auf eine Gesamtstrafe plädiert, die zehn Jahre nicht übersteigt. Eine Sicherungsverwahrung nach verbüßter Haft sei aus Sicht der Anwälte nicht anzuordnen.

Die Tatserie hatte große Besorgnis ausgelöst. Zu sechs Übergriffen soll es im Juni und Juli 2020 auf eher entlegenen Wegen südlich des Wannsees in Berlin und Brandenburg gekommen sein, zur siebten Tat kam es in Bernau.

Die Opfer seien laut Ermittlungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Der Täter habe die Frauen freundlich angesprochen, sie dann in seine Gewalt gebracht und vergewaltigt.

Update, 12.37 Uhr: Hohe Haftstrafe gegen 30-Jährigen verhängt

Nach einer Serie von Vergewaltigungen junger Frauen in Berlin und Brandenburg ist gegen einen 30-Jährigen eine hohe Haftstrafe verhängt worden. Der Täter soll für 14 Jahre ins Gefängnis, urteilte das Landgericht in der Hauptstadt am Montag. Zudem wurde die Sicherungsverwahrung des Mannes angeordnet.

Mit dem Strafmaß entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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