Tödliche Messer-Attacke auf Senior (†83): "Es ging alles so schnell"

Berlin - Nach dem gewaltsamen Tod eines 83 Jahre alten Mannes in einer Wohnung in Berlin-Charlottenburg hat der Angeklagte vor dem Landgericht eine Tötungsabsicht zurückgewiesen.

Schilder an der Fassade des Kriminalgerichts Moabit weisen die Staatsanwaltschaft Berlin und das Landgericht Berlin aus. (Archivbild)
Schilder an der Fassade des Kriminalgerichts Moabit weisen die Staatsanwaltschaft Berlin und das Landgericht Berlin aus. (Archivbild)  © Sonja Wurtscheid/dpa

Der Senior sei plötzlich auf ihn zugekommen, habe ihn mit einem mit Fäkalien gefüllten Beutel beworfen und einen Gegenstand in der Hand gehalten, erklärte der 54-Jährige zu Prozessbeginn am Montag.

In einem Gerangel müsse er den 83-Jährigen mit dessen Messer getroffen haben. Er habe den Mann nicht töten wollen.

Nachbarn hatten in der Nacht zum 12. September 2020 die Polizei alarmiert, weil sie durch laute Geräusche aus der Wohnung des 83-Jährigen geweckt worden waren.

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Beamte öffneten schließlich die Wohnungstür. Dort entdeckten sie den Senior, der noch am Tatort verstorben sei.

Der 54-Jährige, der damals Untermieter des Seniors gewesen sei, war kurz darauf in der Nähe der Wohnung festgenommen worden. Der Deutsche befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Der zuletzt arbeitslose Angeklagte erklärte weiter, er habe nicht erkannt, dass es sich bei dem Gegenstand in der Hand des 83-Jährigen um ein Messer gehandelt habe. "Es ging alles so schnell." An den Stich in den rechten Schulterbereich könne er sich nicht erinnern.

"Ich war so aufgeregt, weil er mich angegriffen hatte." Der Prozess wird am 30. März fortgesetzt.

Titelfoto: Sonja Wurtscheid/dpa

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