Prozess gegen Arafat Abou-Chaker: Jetzt soll Bushido-Erzfeind Kay One aussagen

Berlin - Mit einem weiteren Musiker im Zeugenstand soll am Mittwoch (13 Uhr) am Berliner Landgericht der Prozess gegen den früheren Geschäftspartner von Rapper Bushido (43) fortgesetzt werden.

Kay One (37, r.) stand selbst jahrelang bei Arafat Abou-Chaker und Bushido unter Vertrag.
Kay One (37, r.) stand selbst jahrelang bei Arafat Abou-Chaker und Bushido unter Vertrag.  © Matthias Balk/dpa, Carsten Koall/dpa

Vorgesehen ist die Befragung von Rapper Kay One. Der 37-Jährige und der 43-jährige Bushido hatten zunächst gemeinsame Erfolge gefeiert, dann folgte ein jahrelanger Streit. Für die Befragung von Kay One ist ein Tag vorgesehen.

Pikant: Der Pop-Star stand nach seiner Trennung von Bushidos und Arafats Label "Ersguterjunge" selbst unter Polizeischutz, flüchtete aus Berlin und packte in einem Stern-TV-Interview über das Verhältnis des Rappers zum Clanchef aus.

Demnach sei Bushido "eine arme Sau" und hätte beim Clan nichts zu melden. Etwas, was auch der "Alles wird gut"-Interpret später selbst in seiner Amazon-Doku zugab.

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Es geht in dem seit August 2020 laufenden Prozess um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil von Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi.

Die Anklage gegen Arafat Abou-Chaker (45), einen Berliner Clanchef, und drei seiner Brüder lautet auf Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung.

Nach Darstellung des Rappers sollen sein langjähriger Geschäftspartner Arafat und dessen Brüder ihn am 18. Januar 2018 in einem Büro eingesperrt, beschimpft, bedroht und verletzt haben. Der Clanboss habe unberechtigte Zahlungen verlangt.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa, Matthias Balk/dpa

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