Wird die Villa des Remmo-Clans geräumt? Vergleich vor Gericht ausgeschlossen

Berlin - Der Streit um die Räumung der beschlagnahmten Villa eines bekannten arabischstämmigen Clans in Berlin-Neukölln wird die Justiz noch länger beschäftigen.

Im Juli 2021 kam es zu einem Großeinsatz der Polizei bei der Remmo-Villa im Stadtteil Rudow im Bezirk Neukölln.
Im Juli 2021 kam es zu einem Großeinsatz der Polizei bei der Remmo-Villa im Stadtteil Rudow im Bezirk Neukölln.

Der Bezirk Neukölln und die beklagte Familie haben am Donnerstag vor dem Amtsgericht Neukölln einen Vergleich ausgeschlossen.

Nun wird das Gericht voraussichtlich im Rahmen einer Beweisaufnahme Zeugen anhören, wie die Richterin beim ersten Prozesstermin anklingen ließ, der vorsorglich unter erhöhtem Polizeischutz erfolgte.

Im Kern geht es dabei um einen Mietvertrag, der aus Sicht des Bezirks gefälscht ist, und ob ein Verwalter für die Immobilie im Ortsteil Buckow eingesetzt war. Wie es konkret weitergeht in dem Fall, will die Richterin am 17. März verkünden.

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Haus und Grundstück gehören zu 77 Immobilien, die die Staatsanwaltschaft 2018 beschlagnahmt hatte. Diese wurden laut Gerichtsurteilen nicht mit legalem Geld gekauft. Inzwischen ist der Bezirk Neukölln als zuständige Kommune Besitzer der Villa.

Im vergangenen August hatte der Bezirk der Familie gekündigt und eine Frist bis Ende Oktober 2021 zum Auszug gesetzt. Als der Clan die Villa am 1. November nicht geräumt hatte, zog der Bezirk vor Gericht.

Als Grund dafür führt er insbesondere an, das Vertrauensverhältnis zum Mieter sei gestört, weil ein gefälschter Mietvertrag vorgelegt worden sei. Die Familie bestreitet dies und verweist auf Absprachen mit einem Verwalter, der für die Immobile tätig gewesen sei.

Aktualisiert, 10. März, 12.23 Uhr

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