Ägyptische Studentin (†22) überfahren: Berufungsverfahren wegen Corona ausgesetzt

Cottbus - Der Berufungsprozess um den Unfalltod einer ägyptischen Studentin (†22) vor dem Landgericht Cottbus wird ausgesetzt.

Ein leerer Verhandlungssaal im Landgericht von Cottbus. Das geplante Berufungsverfahren um den Unfalltod einer ägyptischen Studentin (†22) muss aufgrund der Corona-Pandemie vorläufig ausgesetzt werden. (Symbolfoto)
Ein leerer Verhandlungssaal im Landgericht von Cottbus. Das geplante Berufungsverfahren um den Unfalltod einer ägyptischen Studentin (†22) muss aufgrund der Corona-Pandemie vorläufig ausgesetzt werden. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Zeugen aus Ägypten könnten wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht einreisen und beim Prozess erscheinen, sagte Pressesprecherin Susanne Becker am Donnerstag.

Vermutlich könne das Verfahren erst im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Dann muss es wegen der langen Unterbrechung von vorne beginnen.

Der Unfalltod der ägyptischen Studentin am 15. April 2017 hatte für Aufsehen gesorgt. Der angeklagte Unfallverursacher, ein junger Autofahrer aus Dresden, soll laut Anklage mit 50 km/h unterwegs gewesen sein, als er die 22-jährige Fußgängerin an einer Straßenbahnhaltestelle im Bereich des Stadthallenvorplatzes erfasste.

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Zulässig waren in diesem Bereich demnach 30 km/h. Die junge Frau wurde dadurch so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später starb.

Im ersten Prozess wurde der Mann im vergangenen Jahr wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.

Bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sollen die tödlichen Folgen für die Frau vermeidbar gewesen sein, hieß es vom Gericht. Der junge Mann hatte Berufung gegen die Entscheidung eingelegt.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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