Revisionsprozess um getötete Leonie (†6) aus Torgelow: Urteil gegen Stiefvater erwartet

Neubrandenburg - Im Revisionsprozess um den gewaltsamen Tod der sechsjährigen Leonie aus Torgelow (Vorpommern-Greifswald) wird am Donnerstag (13 Uhr) das Urteil erwartet.

Der angeklagte Stiefvater im Prozess um den gewaltsamen Tod der sechsjährigen Leonie aus Vorpommern nimmt im Januar 2021 vor Beginn des Revisionsverfahrens im Saal des Landgerichts Platz.
Der angeklagte Stiefvater im Prozess um den gewaltsamen Tod der sechsjährigen Leonie aus Vorpommern nimmt im Januar 2021 vor Beginn des Revisionsverfahrens im Saal des Landgerichts Platz.  © :Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Das Landgericht Neubrandenburg muss entscheiden, ob die lebenslange Haftstrafe für den Stiefvater bestehen bleibt oder geringer ausfällt.

Der 29-Jährige hatte das Mädchen vor gut zwei Jahren dermaßen misshandelt, dass die Sechsjährige am 12. Januar 2019 in der Wohnung der Familie an den Folgen starb.

Der Bundesgerichtshof hatte nach eingelegter Revision eine Neuverhandlung angeordnet, bei das nur das Motiv des Mannes noch einmal genauer geprüft werden sollte.

Die Staatsanwaltschaft hat erneut eine lebenslange Haftstrafe für den Stiefvater wegen "Mordes aus niederen Beweggründen" gefordert.

Der Verteidiger Bernd Raitor erklärte, sein Mandant habe damals "keine Tötungsabsicht" gehabt und fordert, dass wegen "Körperverletzung mit Todesfolge" im Fall Leonie fünf Jahre Haft und wegen Körperverletzung gegenüber dem jüngeren Bruder ein Jahr Haft für seinen Mandanten.

Titelfoto: :Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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