Schon zweimal abgeschoben: Gericht verhandelt über Klagen von Clan-Chef Miri

Von Helmut Reuter

Bremen - Das Verwaltungsgericht Bremen befasst sich am Montag (9 Uhr) in einer mündlichen Verhandlung mit vier Klagen des im November 2019 in den Libanon abgeschobenen Clan-Chefs Ibrahim Miri (48).

Bei einer erneuten Einreise nach Deutschland drohen Ibrahim Miri (48) Haftstrafen.
Bei einer erneuten Einreise nach Deutschland drohen Ibrahim Miri (48) Haftstrafen.  © Marijan Murat/dpa

Alle zielen auf eine Rückkehr- beziehungsweise Einreisemöglichkeit nach Deutschland ab.

Hier lebt seine Familie, darunter seine beiden minderjährigen Kinder. Miri will unter anderem erreichen, dass die Abschiebung als rechtswidrig eingestuft wird.

Am Montag sollen Zeugen aussagen.

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Ob über die Klagen noch am selben Tag entschieden wird, ist offen.

Miri war in Deutschland von 1989 bis 2014 insgesamt 19 Mal rechtskräftig verurteilt worden, unter anderem wegen Raubes, schweren Diebstahls, Hehlerei, Unterschlagung und bandenmäßigen Drogenhandels.

Der damals 46-Jährige wurde zunächst im Juli 2019 abgeschoben und im November 2019 nach einer illegalen Rückkehr dann erneut.

Bei einer neuerlichen Einreise nach Deutschland drohen ihm Haftstrafen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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