Angriff auf jüdisches Restaurant: Prozess verschoben

Chemnitz - Der mutmaßliche Angreifer (30) des jüdischen Restaurants "Schalom" in Chemnitz sollte bald vor Gericht stehen - doch jetzt wurde der Prozessauftakt verschoben. Die Attacke hatte im August 2018 bundesweit für Entsetzen gesorgt.

Das jüdische Restaurant "Schalom" in Chemnitz wurde im August 2018 von mutmaßlich Rechtsextremen angegriffen.
Das jüdische Restaurant "Schalom" in Chemnitz wurde im August 2018 von mutmaßlich Rechtsextremen angegriffen.  © Uwe Meinhold

Der Prozess gegen den Niedersachsen hätte eigentlich am 5. Juli am Amtsgericht Chemnitz begonnen. Der Mann soll zusammen mit weiteren Tätern das jüdische Restaurant "Schalom" am 27. August 2018 angegriffen haben.

Doch das Gericht hat den Prozessbeginn nun verschoben. Der Grund: Die Generalstaatsanwaltschaft hat weitere Beweise nachgereicht. Dadurch muss dem Verteidiger Zeit gegeben werden, um die Akten weiter einzusehen.

Am Abend des 27. August 2018 sollen gegen 21.40 Uhr circa ein Dutzend vermummte Männer zu dem Restaurant in der Nähe des Brühl gekommen sein. Sie sollen mit Steinen und einer Bierflasche geworfen und ausländerfeindliche Parolen gebrüllt haben.

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Berichten zufolge haben sie damit den Wirt verletzt und eine Fensterscheibe zerstört.

Es ist nun unklar, wann der Prozess starten kann. "Ein neuer Termin ist noch nicht bestimmt", teilt das Amtsgericht Chemnitz mit.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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