Mutmaßlicher Serien-Einbrecher mimt Unschuld vor Gericht: Angeklagter war "blöderweise immer an falschen Orten"

Chemnitz - Zehn Einbrüche in Chemnitz und Stollberg sollen auf das Konto von Marcel P. (31) und seinem mutmaßlichen Komplizen Kay K. (32) gehen. Vor dem Amtsgericht Chemnitz erschien allerdings nur Marcel P. in Handschellen - und der schob seinem Mitangeklagten den Schwarzen Peter zu.
Marcel P. (31) wird aus der Haftzelle vorgeführt. An Einbrüchen will er nicht beteiligt gewesen sein.
Marcel P. (31) wird aus der Haftzelle vorgeführt. An Einbrüchen will er nicht beteiligt gewesen sein.  © Haertelpress

Sein Verteidiger erklärte: "Er wollte sich ein ruhiges Plätzchen suchen, um Crystal zu konsumieren." Das "Plätzchen" war ein Haus in der Zieschestraße. Dort wurde Marcel P. Anfang 2018 von der Polizei überrascht. 

Kurz zuvor wurde im Gebäude eingebrochen. Auch von den anderen Anklagepunkten wollte P. nichts wissen. 

In der Salzstraße wurden Luxus-Uhren und Schmuck im Wert von 10.000 Euro, in einem Autohaus (Hilbersdorfer Straße) und anderen Häusern Fahrräder (15.000 Euro) entwendet. 

Vermeintliches Diebesgut wurde in einem Rucksack gefunden, den P. bei sich führte. 

"Dieser gehörte nicht meinem Mandanten." Der Staatsanwalt: "Sie sind ja vom Pech verfolgt, waren blöderweise immer an falschen Orten."

Ohne Kay K.s Aussagen soll kein Urteil fallen. Die Verhandlung wurde deswegen ausgesetzt, der Haftbefehl von P. aufgehoben. Bis zum nächsten Termin will er anständig bleiben und bei seinen Eltern unterkommen. 

Titelfoto: Haertelpress

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