Hitlergruß bei Polizeikontrolle! Chemnitzer mal wieder vor Gericht

Chemnitz - Weil er Beamte aufs Übelste beleidigte und seinen Arm zum Hitlergruß hob, musste sich Wiederholungstäter Benjamin M. (32) vor dem Amtsgericht Chemnitz verantworten.

Benjamin M. (32) stand schon zweimal vor dem Amtsgericht Chemnitz.
Benjamin M. (32) stand schon zweimal vor dem Amtsgericht Chemnitz.  © Haertelpress/Harry Härtel

Tatort: Sozialgericht in der Straße der Nationen im April 2020. Benjamin M. hatte Alkohol getrunken und bepöbelte Passanten. Als Polizei und Stadtordnungsdienst einschritten, zeigte er den Hitlergruß und rief rechte Parolen.

Selbst bei Vollstreckung des Platzverweises wehrte sich M. und beleidigte die Beamten. "Ich räume die Taten ein. Ich war ein Psycho", gestand er.

Auch eine Bekannte bekam das zu spüren, der er über vier Jahre nachstellte. Selbst ein Wohnortwechsel hielt ihn nicht davon ab, ihr immer wieder Nachrichten von unterschiedlichen Fake-Profilen zu senden.

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Da Benjamin M. schon zweimal vor dem Amtsgericht Chemnitz stand (17 Vorstrafen), darf er sich nun vier Jahre keinen Fehler mehr erlauben.

Urteil: 18 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung plus 200 Arbeitsstunden wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Nachstellung, Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz und Beleidigung.

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel

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