Chemnitz: Mit Fake-Konten auf Shopping-Tour

Chemnitz - Mit seiner Betrugsmasche wollte er sich ein Leben im Luxus finanzieren. Doch der Betrug mit Fake-Konten flog schnell auf. Jetzt bekommt Mustafa S. (29) aus Bulgarien die Quittung in Form einer Haftstrafe - ausgesetzt zur Bewährung.

Betrüger Mustafa S. (29) zeigte sich am Amtsgericht Chemnitz geständig.
Betrüger Mustafa S. (29) zeigte sich am Amtsgericht Chemnitz geständig.  © Haertelpress/Harry Härtel

Binnen drei Monaten eröffnete Mustafa S. sechs Konten bei unterschiedlichen Banken. Mit gefälschten Personalien identifizierte sich der Betrüger mittels des Postident-Verfahrens (Online-Identifizierung der Post). Nach dem Erhalt der EC-Karten ging's auf Shopping-Tour quer durch Deutschland, zum Großteil in Chemnitz

Ganz oben auf der Liste: IKEA. 

"Die Möbel habe ich mittlerweile weitergegeben", übersetzte sein Dolmetscher. In 19 Fällen wurden Unternehmen um mehr als 4000 Euro geprellt - laut Richterin sei das gewerbsmäßiger Betrug.

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Vor zwei Jahren stand S. schon einmal wegen Betrugs vor dem Amtsgericht Leipzig. Damals kaufte er Heimkino-Technik im Wert von mehreren Tausend Euro mit gefälschten Kontodaten.

Glück für den Bulgaren: Das Urteil aus Leipzig wurde in das aktuelle mit einbezogen. Die Taten spielten sich im selben Zeitraum ab. Diese konnten somit nicht zu seinen Lasten ausgelegt werden. Außerdem gab's ein Geständnis.

Urteil: zwei Jahre Haft, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung, und die Einziehung von 12.340 Euro Wertersatz. 

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel

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