Chemnitz: Bombendroher-Prozess wegen Streik verschoben

Chemnitz - Wegen Bombendrohung müssen sich zwei Chemnitzer demnächst vor Gericht verantworten.

Für Rico U. (39, r.) steht bald ein neuer Verhandlungstermin am Landgericht Chemnitz an.
Für Rico U. (39, r.) steht bald ein neuer Verhandlungstermin am Landgericht Chemnitz an.  © Harry Haertel

Rico U. (39) steht im Verdacht, 2016 Drohungen gegen zwei Einkaufszentren in Chemnitz gerichtet zu haben. Zwei Jahre später sorgte eine Anruferin für die nahezu wöchentliche Evakuierung des Jugendamtes. Die verdächtige Frau kann jedoch noch nicht vor Gericht erscheinen.

Rico U. (39) hatte vor dem Amtsgericht Chemnitz ein Jahr auf Bewährung bekommen. Am Landgericht kämpft er um eine mildere Strafe, weil er laut eigener Aussage unschuldig ist.

Am 29. und 30. Dezember 2016, so die Staatsanwaltschaft, habe U. per Online-Fax Bombendrohungen gegen die Sachsen-Allee und Galerie Roter Turm verschickt.

Neue Termine für beide Verhandlungen

Die Verhandlung am Dienstag musste wegen des Bahn-Streiks auf den 14. September verlegt werden.

Wann Christin S. (36) auf der Anklagebank Platz nehmen kann, ist noch offen. "Der Termin im Juni musste aus gesundheitlichen Gründen der Angeklagten aufgehoben werden", so eine Gerichtssprecherin. S. soll 2018 von diversen Telefonzellen sechs Drohungen gegen das Chemnitzer Jugendamt ausgesprochen haben.

Die Polizeieinsätze sorgten für großes Chaos in der Innenstadt.

Titelfoto: Harry Haertel

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