Der wohl dümmste Einbrecher von Chemnitz? Gericht beendet (vorerst) Tonys Gauner-Karriere

Chemnitz - Seinen "Job" als Krimineller muss Tony S. (34) in zweierlei Hinsicht an den Nagel hängen: Zum einen wandert er bald in den Knast - und als Einbrecher zählte er offensichtlich nicht zu den Besten. 
Seriendieb Tony S. (34) wandert wohl jahrelang hinter Gitter.
Seriendieb Tony S. (34) wandert wohl jahrelang hinter Gitter.  © Haertelpress

Knapp zwei Dutzend Einbrüche im Stadtgebiet gehen auf sein Konto. Am Landgericht Chemnitz wird ihm unter anderem wegen Diebstahls und Sachbeschädigung der Prozess gemacht.

Immer wieder verschaffte sich Tony S. nachts Zutritt zu Apotheken, Arztpraxen und Geschäften. Einen Plan hatte er nie, wollte das schnelle Geld. In fast allen Fällen ging er leer aus oder wurde von Zeugen auf frischer Tat erwischt. Zurück blieben immense Sachschäden. 

2017 brach er in eine Tiefgarage in der Neefestraße ein, um einen Hyundai zu stehlen. Beim Herausfahren rammte er mehrere Fahrzeuge. Erst im zweiten Anlauf mit einem anderen Hyundai klappte es. Der Besitzer hat das Auto inzwischen wieder. 

Auch beim Fahrrad-Klau hatte S. Pech. Der Besitzer erkannte seinen Drahtesel zufällig wieder, rief die Polizei.

Größter Erfolg des Langfingers: Zahnprothesen im Wert von 2600 Euro. "Was wollten sie damit?", fragte die Richterin. "Ich hab sie auseinander genommen, dachte das wäre Gold." Fehlanzeige. Da der Angeklagte gestanden hat, verhandeln Staatsanwaltschaft und Richter über die Strafe. 

Für alle Anklagepunkte soll der Chemnitzer mindestens fünf Jahre in Haft. Dem Staatsanwalt ist das zu wenig. Urteil folgt. 

Titelfoto: Haertelpress

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