Er zündete seine Wohnung in Chemnitz an: Brandstifter taucht vor Prozess unter

Chemnitz - Weil er seine Wohnung in der Leipziger Straße angezündet hatte, sollte Besmullah M. (30) wegen schwerer Brandstiftung auf der Anklagebank des Landgerichts Chemnitz Platz nehmen. Doch der Afghane erschien nicht.

War am Dienstag nicht vor Gericht erschienen: Zündler Besmullah M. (30).
War am Dienstag nicht vor Gericht erschienen: Zündler Besmullah M. (30).  © Haertelpress/Harry Härtel

Nach dem Urteil am Amtsgericht (zwei Jahre auf Bewährung) hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. "Wir fordern eine Haftstrafe ohne Bewährung", so eine Staatsanwältin.

In erster Instanz war Besmullah M. noch in Handschellen erschienen. Nach seiner Entlassung aus der JVA ist er offenbar sofort untergetaucht. In seiner Wohnung war er nicht anzutreffen.

Dort hatte sich im April 2019 das Feuerdrama abgespielt. M. zündete Papier auf seinem Teppich an und floh. Kurz darauf stand die Wohnung in Flammen. Nach eigenen Aussagen wollte er seine Ehefrau erpressen.

Am 9. Oktober wird neu verhandelt. Dann erscheint der Afghane wieder in Handschellen - falls sie ihn bis dahin geschnappt haben.

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel

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