Chemnitzer Wohnung als Drogenversteck genutzt: Prozess mit 18 Jahren Verzögerung!

Chemnitz - Was lange währt, wird endlich gut... Mit 18 Jahren Verspätung begann am Dienstag die Verhandlung gegen Cosimino M. (49). Der Angeklagte soll als Teil einer Drogenbande Rauschgift von Holland nach Chemnitz geschmuggelt haben. 

Nach 18 Jahren erschien Cosimino M. (49) endlich im Landgericht Chemnitz.
Nach 18 Jahren erschien Cosimino M. (49) endlich im Landgericht Chemnitz.  © Haertelpress/Harry Härtel

Wegen Einfuhr und Handeltreibens in sieben Fällen sollte sich der Italiener mit griechischen Wurzeln bereits 2002 vor dem Landgericht Chemnitz verantworten. 

"Der Angeklagte war nicht zur Hauptverhandlung erschienen, gegen ihn war Haftbefehl erlassen worden, der erst vor kurzem realisiert werden konnte", so eine Gerichtssprecherin.

Cosimino M. wurde Anfang des Jahres in Polen festgenommen, sitzt seitdem in U-Haft. 2001 soll er mit einer Drogenbande kiloweise Marihuana, Kokain und Ecstasy geschmuggelt haben. Mindestens drei weitere Täter sollen am Handel beteiligt gewesen sein.

Siebenmal, so die Anklage, war M. als einer von zwei Fahrern tätig. Die Drogen sollen in einer Chemnitzer Wohnung gelagert und gewinnbringend weiterverkauft worden sein. Bisher konnte keiner der Zeugen Cosimino M. als Bandenmitglied identifizieren.

Nico P. (45), Ex-Drogenkurier der Bande: "Ich kann mich an ihn nicht erinnern. Ich habe selbst zweieinhalb Jahre gesessen und mit der Sache abgeschlossen. Es ist zu lange her  ..." 

Noch Ende der Woche könnte ein Urteil fallen. 

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel

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