Vier Anklagen auf einen Streich: Prozess gegen Randalierer vom Asylheim

Chemnitz/Hainichen - Wenn bei Ali A. (30) der Alkohol fließt, lassen Straftaten nicht lange auf sich warten. Am Mittwoch stand der Libanese vor dem Amtsgericht Chemnitz, weil er eine Frau vor dem Asylheim Hainichen beraubt haben soll.

Ali A. (30) sieht sich mit einer ganzen Reihe von Vorwürfen konfrontiert.
Ali A. (30) sieht sich mit einer ganzen Reihe von Vorwürfen konfrontiert.  © Haertelpress/Harry Härtel

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Anklageschriften im Gepäck. Es geht um Beleidigung, Körperverletzung gegen Polizisten, Drogenhandel, Raub, versuchte Nötigung und einiges mehr.

Ali A. macht immer wieder Ärger, steht deswegen unter Bewährung und befindet sich in U-Haft. Anfang Mai dieses Jahres beförderte der Libanese seine komplette Wohnungseinrichtung (Stühle, Tisch, etc.) gen Straße.

Zeugin Carmen U. (44) war damals für einen Pflegedienst unterwegs und Teil dieser skurrilen Situation. "Ich wollte mit dem Auto zurück in die Zentrale, kam aber wegen der Möbel nicht vorbei. Also habe ich Fotos gemacht. Plötzlich kam der Angeklagte auf mich zu und riss mir mein Telefon gewaltsam aus der Hand."

Dabei wurden ihre Daumen überdehnt. "Ich musste eine Prothese tragen."

Ali A. gestand die Vorwürfe: "Ich war betrunken. Meine Mutter hatte einen Herzinfarkt." Ein Wachmann bestätigte, dass A. öfter Probleme mache. Urteil folgt.

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel

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