Er soll fünfmal zugestochen haben! Mutmaßlicher Messerstecher von Freiberg vor Gericht

Chemnitz - Die Messerstecherei in der Freiberger Altstadt vom vergangenen Dezember (TAG24 berichtete) beschäftigt derzeit das Landgericht Chemnitz. Angeklagt ist der Iraker Ibrahim H. (19). 

Ibrahim H. (19) muss sich vor dem Landgericht Chemnitz wegen versuchten Totschlags verantworten.
Ibrahim H. (19) muss sich vor dem Landgericht Chemnitz wegen versuchten Totschlags verantworten.  © Harry Haertel/Haertelpress

Wenige Schritte vom Weihnachtsmarkt entfernt, soll er seinen Landsmann Ali A. (17) im Streit mit fünf Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben.

Zum gestrigen Prozessauftakt schwieg der junge Mann. 

Sein Anwalt schließt eine Einlassung im weiteren Verlauf nicht aus. Die Bluttat ereignete sich am 2. Dezember 2019. 

Auf der Petersstraße gerieten die beiden Iraker in Streit. Wie aus dem Nichts soll Ibrahim H. mit einem Küchenmesser auf sein Opfer eingestochen haben. 

"Vier Mal in den Oberschenkel und einmal in den linken Unterschenkel", so steht es in der Anklage. 

Für Ali A. brachen in diesem Augenblick dramatische Stunden und Tage an. Ein Stich traf Magen und Leber. Der Iraker verlor über zwei Liter Blut, musste am selben Abend notoperiert werden. 

Dass er es überhaupt geschafft hat, war Ersthelfern zu verdanken. Der mutmaßliche Messerstecher flüchtete ohne Waffe vom Tatort. Nur zwei Stunden später nahm ihn die Polizei in seiner Wohnung fest.

Da der Angeklagte zum Tatzeitpunkt Heranwachsender war, könnte er nach Jugendstrafrecht wegen versuchten Totschlags verurteilt werden. Bis 26. Juni sind weitere Prozesstermine angesetzt.

Titelfoto: Harry Haertel/Haertelpress

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