Polnische Autobande vor Gericht! Luxus-Karren im Wert von einer Million Euro aufgebrochen

Chemnitz - Seit Montag müssen sich drei Polen (22 bis 28) wegen schweren Bandendiebstahls vor dem Landgericht Chemnitz verantworten. Die Angeklagten sollen Teil einer international operierenden Autobande sein. Es geht um 29 Luxus-Autos im Wert von fast einer Million Euro.

Kamil K. (22) ist gelernter Mechatroniker.
Kamil K. (22) ist gelernter Mechatroniker.  © Haertelpress

Mit moderner Technik kennen sich Bartosz S. (24), Grzegorz D. (28) und Kamil K. (22) offenbar aus. Das Trio soll es vor allem auf Autos mit Keyless-Go-System (schlüsselloses Öffnen der Türen) abgesehen haben. 

Laut Anklage wurden Diagnosegeräte und Funkverlängerer genutzt, um die Systeme zu überbrücken und vorübergehend lahmzulegen.

Die Männer sollen gut organisiert vorgegangen sein und über ein breites Netzwerk an Abnehmern und Hintermännern verfügen. 

Ausschließlich teure Modelle von BMW, Audi und Mercedes wurden gestohlen. Die Wagen sollen in Polen versteckt und später teilweise zerlegt worden sein. Tatorte waren Freiberg, Zwickau, Magdeburg oder Bielefeld. 

In einigen Fällen blieb es beim Versuch, weil der Motor nicht ansprang oder die Täter überrascht wurden. "Es soll noch mindestens fünf weitere Bandenmitglieder gegeben haben", so eine Gerichtssprecherin.

Als einziger nicht in Untersuchungshaft: Bartosz S. (24).
Als einziger nicht in Untersuchungshaft: Bartosz S. (24).  © Haertelpress
Grzegorz D. (28) sitzt aktuell in der JVA Zwickau.
Grzegorz D. (28) sitzt aktuell in der JVA Zwickau.  © Haertelpress

Zum Prozessauftakt schwieg das Trio. Grzegorz D.s Anwalt deutete eine mögliche Einlassung an. Sein Mandant wurde bereits wegen Autodiebstahls verurteilt. Bis 10. September sind sieben weitere Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: Haertelpress

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