Attacke mit Bierflasche und rechte Parolen: Schläger muss in den Knast

Chemnitz - Jetzt ist es amtlich: Schläger Andy S. (23) muss in den Knast! Wie die Chemnitzer Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilt, ist das Urteil des Landgerichts vom Mai gegen den 23-Jährigen nun rechtskräftig.

Andy S. schlug im Mai 2019 einen Mann vor einem Netto-Markt mit einer Bierflasche nieder. (Archivbild)
Andy S. schlug im Mai 2019 einen Mann vor einem Netto-Markt mit einer Bierflasche nieder. (Archivbild)  © Facebook/Knoppe

Was war passiert? Andy S. hatte im Juli 2019 aus dem Fenster seiner Wohnung in Chemnitz lautstark rechte Parolen gerufen. Seine Nachbarn alarmierten daraufhin die Polizei.

"Im Rahmen des darauf folgenden Einsatzes wurden die beiden Beamten durch den Mann bedroht und, nachdem er ihnen die Tür geöffnet hatte, unvermittelt mit einem Baseballschläger angegriffen", so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Außerdem versuchte S. immer wieder die Polizisten zu schlagen, sodass die Beamten Verstärkung anfordern mussten.

Unter erheblicher Gegenwehr konnten dem 23-Jährigen schließlich Handschellen angelegt werden. Andy S. war zum Tatzeitpunkt betrunken und stand unter Drogen.

Bei dem Einsatz wurden zwei Polizisten verletzt.

Bierflaschen-Attacke vor Netto-Markt

Das war aber nicht die einzige Straftat des 23 Jahre alten Mannes. Bereits im Mai 2019 kam es zu einem Vorfall vor einem Netto-Markt in der Tschaikowskistraße. Der Chemnitzer schlug ohne Vorwarnung den 33-jährigen Karsten R. eine volle Bierflasche auf den Kopf, "weil er sich durch dessen Kleidung als 'Punk' provoziert gefühlt hatte."

Im Juni 2019 griff S. zudem einen Iraker an und schlug ihm ebenfalls eine Bierflasche auf den Kopf.

Andy S. musste sich daraufhin wegen Körperverletzung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Bedrohung vor Gericht verantworten. Das Landgericht Chemnitz verurteilte ihn daraufhin am 6. Mai zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.

Das Urteil ist nun rechtskräftig und wird als Gesamtfreiheitsstrafe vollstreckt.

Titelfoto: Facebook/Knoppe

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