Chemnitzer Serien-Reifenstecher wird Prozess gemacht

Chemnitz - Vor zwei Jahren sorgte ein Reifenstecher für Angst und Schrecken unter Chemnitzer Autofahrern. 

Eine Überwachungskamera filmte den Reifenstecher. Mit diesem Bild (r) fahndete die Polizei nach dem Täter.
Eine Überwachungskamera filmte den Reifenstecher. Mit diesem Bild (r) fahndete die Polizei nach dem Täter.  © Maik Börner/Polizei Sachsen

Hunderte Taten sollen laut Staatsanwaltschaft auf sein Konto gehen. In einer Woche muss er sich wegen Sachbeschädigung vor dem Landgericht Chemnitz verantworten.

Zwischen Mai 2016 und Juli 2018 soll der Ungar in 309 Fällen Reifen im Stadtgebiet zerstochen haben. Das mutmaßliche Motiv: Offenbar wollte er als ehemaliger Busfahrer Falschparkern eins auswischen. 

Durch das "Tieferlegen" entstand ein Gesamtschaden von fast 40.000 Euro. Auf dem Sonnenberg ging der 59-Jährige Zivilfahndern auf frischer Tat ins Netz.

Wegen der umfangreichen Ermittlungen vergingen gut anderthalb Jahre, bevor Anklage erhoben werden konnte. 

Fünf Fälle hatte der Mann gestanden, in 63 Fällen fehlten Beweise. Kommenden Dienstag beginnt nun der Prozess. "Für den 7. Juli ist ein weiterer Termin angesetzt", so eine Gerichtssprecherin. 

Sachbeschädigung wird mit Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe sanktioniert.

Titelfoto: Maik Börner/Polizei Sachsen

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