Biker starb, weil sie ein Stoppschild übersah! Todes-Fahrerin bekommt milde Strafe

Chemnitz - Tränenreicher Prozess am Amtsgericht Chemnitz: Bei einem Frontal-Crash verlor Dirk H. († 48) sein Leben (TAG24 berichtete). Der Motorradfahrer hatte keine Chance, weil ihm eine BMW-Fahrerin bei vollem Tempo die Vorfahrt genommen hatte.

Wurde am Freitag wegen fahrlässiger Tötung verurteilt: Isabel B. (31).
Wurde am Freitag wegen fahrlässiger Tötung verurteilt: Isabel B. (31).  © Haertelpress

"Es tut mir so leid", sagt Isabel B. (31) in Richtung Opferfamilie. Am 19. März wollte sie nach Feierabend frische Luft schnappen, fuhr den Kirchweg von Euba Richtung Adelsberg. 

An der Kreuzung Augustusburger Straße passierte die Tragödie: B. bog ungebremst mit circa 45 km/h links ab. Aus Richtung Stadt kam Dirk H. mit den erlaubten "70" auf seinem Motorrad angefahren. Beim Aufprall wurde H. über den 1er-BMW geschleudert. Der JVA-Mitarbeiter verstarb noch vor Ort.

Laut Gutachter hätte die Angeklagte am Stoppschild halten müssen. Außerdem waren auf dem engen Kirchweg nur "30" erlaubt. "Ich kann mich nicht mehr erinnern", so B. Umso genauer bestätigten Zeugen den Hergang.

Urteil: Acht Monate Haft auf Bewährung (2 Jahre) und die Zahlung von 5000 Euro ans Hospiz wegen fahrlässiger Tötung. "Das war ein Unfall, der jedem passieren kann", sagte Richterin Karen Frey (58). 

Durch den heftigen Zusammenstoß waren Teile des Motorrads laut Gutachter "pulverisiert".
Durch den heftigen Zusammenstoß waren Teile des Motorrads laut Gutachter "pulverisiert".  © Haertelpress

H.s Vater nach der Verhandlung: "Sie hätte früher auf uns zukommen müssen. Das Urteil ist fair. Wir werden keine Rechtsmittel einlegen."

Titelfoto: Haertelpress

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