Mädchen (5) im Bad ertrunken: Mutter bekommt Geldstrafe

Freiberg (Sachsen) - Nach dem Tod eines Mädchens (†5) im Freiberger Johannisbad wurde nun gegen die Mutter (35) wegen fahrlässiger Tötung ein Strafbefehl erlassen.

Im August 2020 ist ein Mädchen (5) im Nichtschwimmerbecken ertrunken. Das Unglück passierte im Johannisbad in Freiberg. (Archivbild)
Im August 2020 ist ein Mädchen (5) im Nichtschwimmerbecken ertrunken. Das Unglück passierte im Johannisbad in Freiberg. (Archivbild)  © Petra Hornig

In Sachen Schuldfrage hielten sich die Behörden lange Zeit bedeckt. Nun ist die Sache für die Staatsanwaltschaft Chemnitz klar:

"Der Mutter wird zur Last gelegt, ihrer Tochter erlaubt zu haben, sich im Becken aufzuhalten, ohne ihr zuvor eine Schwimmhilfe anzulegen und über einen längeren Zeitraum nicht nach ihr geschaut zu haben", sagt Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart.

Die Frau muss nun 1800 Euro Geldstrafe zahlen.

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Das Drama ereignete sich Anfang August 2020 im Nichtschwimmerbecken des Freizeitbades (TAG24 berichtete).

Aufgrund von Ermüdung sei das Mädchen untergegangen. Erst einige Minuten später wurde es von Badegästen bewusstlos im Wasser entdeckt. Doch jede Hilfe der Bademeister kam zu spät. Das Kind war ertrunken.

Laut Ingrid Burghart ist der Strafbefehl bereits rechtskräftig. Die Geldstrafe ist noch nicht bezahlt.

Titelfoto: Petra Hornig

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