Kündigung gegen Turn-Trainerin Frehse unwirksam

Chemnitz - Die von ehemaligen Schützlingen mit Schikanevorwürfen konfrontierte Turn-Trainerin Gabriele Frehse (61) muss weiter am Olympiastützpunkt Chemnitz beschäftigt werden.

Gabriele Frehse (61) wurde im April die Kündigung ausgesprochen. Das Arbeitsgericht Chemnitz hat diese jetzt für unwirksam erklärt.
Gabriele Frehse (61) wurde im April die Kündigung ausgesprochen. Das Arbeitsgericht Chemnitz hat diese jetzt für unwirksam erklärt.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Das Arbeitsgericht Chemnitz erklärte eine außerordentliche Verdachtskündigung am Freitag für unwirksam. Nach Auffassung der Kammer hätten für die Kündigung keine ausreichenden Gründe vorgelegen.

Die Stützpunkt-Leitung hatte der 61-Jährigen Ende April dieses Jahres die Kündigung ausgesprochen.

Vorangegangen waren Vorwürfe ehemaliger Schützlinge unter anderem zu Schikane, psychische Gewalt und Medikamentenmissbrauch. "Frau Frehse hat bis zum Ende der Instanzen Anspruch auf Weiterbeschäftigung", erläuterte ein Gerichtssprecher. Sie könne auch gegen ihren Willen nicht freigestellt werden.

Chef-Büro abgefackelt: Unternehmer vor Chemnitzer Gericht
Gerichtsprozesse Chemnitz Chef-Büro abgefackelt: Unternehmer vor Chemnitzer Gericht

Frehse hatte die Anschuldigungen mehrfach bestritten. "Die Erleichterung ist groß", sagte die Trainerin.

Ob der Olympiastützpunkt gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung einlegt, ist offen. "Wir warten die schriftliche Urteilsbegründung ab und dann sehen wir, wie es weitergeht", sagte der OSP-Vorstandsvorsitzende Christian Dahms.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz: