Schwere Brandstiftung in Penig: Zündler droht Psychiatrie

Chemnitz - Zündel-Prozess am Landgericht Chemnitz. Ein psychisch kranker Peniger (54) soll in seiner Wohnung im Ortsteil Thierbach gezündelt haben. Wenige Augenblicke nach der Tat brannte das komplette Haus. Dem Beschuldigten droht eine längere Einweisung in eine Klinik.

Hans G. (54) wird von Betreuern in den Sitzungssaal des Landgerichts begleitet.
Hans G. (54) wird von Betreuern in den Sitzungssaal des Landgerichts begleitet.  © Haertelpress

Hans G. steht wegen schwerer Brandstiftung vor den Richtern. Am 16. April soll er in der zweiten Etage des Wohnhauses in der Peniger Straße sein Bett mit einem Stück Pappe angezündet haben.

"Er rannte danach aus seiner Wohnung", so eine Gerichtssprecherin. Drei Bewohner wurden evakuiert. Gesamtschaden: eine Viertelmillion Euro.

Gegen Hans G. läuft kein normales Strafverfahren. Der Peniger befindet sich derzeit in einer Fachklinik. Er leidet unter paranoider Schizophrenie.

Kündigung gegen Turn-Trainerin Frehse unwirksam
Gerichtsprozesse Chemnitz Kündigung gegen Turn-Trainerin Frehse unwirksam

Im sogenannten Sicherungsverfahren müssen die Richter klären, inwieweit G. zur Tatzeit durch seine Krankheit beeinträchtigt, also schuldunfähig war.

Im Ergebnis kann eine Unterbringung in eine psychiatrische Klinik oder Entziehungsanstalt angeordnet werden.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Haertelpress

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz: