Urteil gefallen: So lange muss dieser eifersüchtige Brandstifter in den Knast

Chemnitz/Halsbrücke - Mario M. (31) konnte es nicht ertragen, dass seine Ex-Freundin (30) einen neuen Liebhaber hat. Am 12. August 2020 brannten bei dem Leiharbeiter die Sicherungen durch. Er zündete das Elternhaus des Liebhabers an (TAG24 berichtete). Dafür kassierte er nun am Amtsgericht Chemnitz eine lange Haftstrafe.

Brandstifter Mario M. (31) in Handschellen vor Gericht.
Brandstifter Mario M. (31) in Handschellen vor Gericht.  © Haertelpress/Harry Härtel

Die Tat hat Mario M. gestanden. Mit dem Motiv konnten Richterin und Staatsanwalt aber nur wenig anfangen.

"Tage zuvor habe ich einen anonymen Brief bekommen. Da stand drin, dass die Familie im Urlaub ist und ich das Haus in Krummenhennersdorf anbrennen soll. Dafür würde ich 8000 Euro kassieren."

Hinter dem angeblichen Versicherungsbetrug vermutete der Angeklagte die Hausbesitzer selbst. Den Brief habe er entsorgt.

Deutlich überzeugender war für das Gericht das Hauptbeweismittel: eine Sprachnachricht, in der M. gegenüber seiner Ex-Freundin ankündigte, das Haus abzufackeln.

Zwei Monate später wurde aus der Drohung Realität. M. legte in der Scheune Feuer: "Ich habe ein Sitzkissen zwischen die Tür geklemmt und angezündet."

50 Feuerwehrleute waren im August 2020 am Löscheinsatz im Ortsteil Krummenhennersdorf beteiligt.
50 Feuerwehrleute waren im August 2020 am Löscheinsatz im Ortsteil Krummenhennersdorf beteiligt.  © Marcel Schlenkrich

Übrig blieben eine Ruine - mehr als 300.000 Euro Sachschaden. Urteil: drei Jahre und drei Monate Haft wegen schwerer Brandstiftung.

Titelfoto: Marcel Schlenkrich, haertelpress/Harry Härtel

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