Urteil zu Angriff auf jüdisches Restaurant noch nicht rechtskräftig

Chemnitz - Das Urteil zum Angriff auf das jüdische Restaurant "Schalom" vor drei Jahren in Chemnitz wird noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte (30) im Schalom-Prozess wurde zu einem Jahr Freiheitsstrafe ausgesetzt zur Bewährung verurteilt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Der Angeklagte (30) im Schalom-Prozess wurde zu einem Jahr Freiheitsstrafe ausgesetzt zur Bewährung verurteilt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.  © Härtelpress

Die Staatsanwaltschaft habe Rechtsmittel eingelegt, informierte die Sprecherin des Amtsgerichts Chemnitz, Birgit Feuring, am Donnerstag auf Anfrage. Eine genaue Begründung hierzu liege dem Gericht noch nicht vor.

Das Gericht hatte vorige Woche einen 30-Jährigen aus Niedersachsen wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs schuldig gesprochen. Der Deutsche wurde zu einem Jahr Freiheitsstrafe ausgesetzt zur Bewährung verurteilt. Darin ist eine frühere Verurteilung wegen Drogenhandels eingeflossen.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Prozess eine Strafe von insgesamt einem Jahr und einem Monat ohne Bewährung gefordert, die Verteidigung einen Freispruch.

Der Angeklagte selbst hatte vor Gericht zu den Vorwürfen beharrlich geschwiegen.

Titelfoto: Härtelpress

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