31-Jähriger behumst Gericht mit gefälschtem Dokument: Haftbefehl!

Dresden - Bei ihm versteht die Justiz keinen Spaß mehr: Weil Ludwig A. (31) am Montag den Prozess schwänzte, wird der Kleinkriminelle jetzt per Haftbefehl gesucht.

Wer dem Richter gefälschte Dokumente vorlegt, hat strafrechtlich ganz schlechte Karten... (Symbolbild).
Wer dem Richter gefälschte Dokumente vorlegt, hat strafrechtlich ganz schlechte Karten... (Symbolbild).  © 123RF/Pattanaphong Khaunkaew

Wäre er ins Amtsgericht gekommen, wäre er allerdings auch verhaftet worden. Er hatte in einem anderen Prozess einen gefälschten Therapieschein vorgelegt.

Der Reihe nach: Wegen Drogendelikten und Betruges kassierte Ludwig vor gut einem Jahr am Amtsgericht eine Haftstrafe, legte aber Berufung am Landgericht ein. 

Um ein mildes Urteil, möglichst Bewährung, zu erreichen, legte er dort ein gefälschtes Dokument vor. In dem wurde dem Drogenkonsumenten ein "Termin zum Therapieantritt" bestätigt. 

Zwar fiel im Landgericht der Schwindel auf, und es setzte sofort eine Anzeige wegen Urkundenfälschung - Bewährung bekam Ludwig dennoch. Und so die Chance, per Auflage, sich um eine "echte" Therapie zu bemühen.

Doch genau das hat nicht funktioniert. Es kam, wie es kommen musste: Die Bewährung wurde widerrufen, Ludwig soll in den Knast. Doch er tauchte unter. 

Die Chance, ihm habhaft zu werden, bot sich der Justiz am Montag. Da sollte sich Ludwig ob des getürkten Therapieschreibens verantworten. Am Saal standen schon Beamte, die den Kleinkriminellen mitgenommen hätte. Doch er kam nicht.

Nun wird er per Haftbefehl gesucht. Ob er nochmal eine Chance auf Bewährung bekommt, steht so freilich in den Sternen. 

Titelfoto: 123RF/Pattanaphong Khaunkaew

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