Abgebrannte Lagerhalle in Klipphausen: Anklage gegen vorbestraften 29-Jährigen

Klipphausen - Nach dem entsetzlichen Brand eines Stallgebäudes am 16. August 2020 in Klipphausen wird einem 29-Jährigen vorgeworfen, die Halle vorsätzlich angezündet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat nun Anklage erhoben.

Am 16. August 2020 stand die Lagerhalle in Klipphausen in Flammen. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 440.000 Euro.
Am 16. August 2020 stand die Lagerhalle in Klipphausen in Flammen. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 440.000 Euro.  © Roland Halkasch

Der Beschuldigte soll gemeinsam mit einem 41-jährigen Deutschen die Lagerhalle in der Miltitzer Straße 5 zwischen 5 Uhr und 6.10 Uhr in Flammen gesetzt zu haben (TAG24 berichtete).

Dabei entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 440.000 Euro.

Doch damit nicht genug!

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Zudem wird sich der Deutsche wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in drei Fällen und bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in einem Fall verantworten müssen.

So soll der 29-Jährige zwischen dem 2. April und dem 11. Mai vergangenen Jahres insgesamt vier Kilogramm Crystal im Wert von insgesamt 140.000 Euro angekauft haben – mit der Absicht, die Drogen anschließend weiter zu verticken.

Aufgeflogen ist der Beschuldigte, nachdem Ermittler aus Frankreich die Daten einiger verschlüsselter Handys geknackt hatten.

Als es am 18. Januar 2021 zu seiner Festnahme kam, entdeckten Polizeibeamte in der Wohnung seiner Eltern in Coswig Tütchen mit Crystal und einen griffbereiten Teleskopschlagstock.

Beschuldigter ist bereits vorbestraft und sitzt aufgrund einer anderen Sache hinter Gittern

Den Deutschen (29 und 41) wird vorgeworfen, die Lagerhalle vorsätzlich angezündet zu haben.
Den Deutschen (29 und 41) wird vorgeworfen, die Lagerhalle vorsätzlich angezündet zu haben.  © Roland Halkasch

Nun hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen.

Dieser sitzt aktuell jedoch aufgrund einer anderen Straftat hinter Gittern. Er ist bereits vorbestraft und stand zu den Tatzeiten bereits unter Bewährung.

Zu den Vorwürfen hat er sich bislang noch nicht geäußert.

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Die Ermittlungen gegen den 41-jährigen Mittäter dauern derweil in einem gesonderten Verfahren weiterhin an. Er befindet sich momentan nicht in Untersuchungshaft.

Nun liegt es am Landgericht Dresden, über die Eröffnung des Verfahrens und die Zulassung der Anklage zu entscheiden.

Titelfoto: Roland Halkasch

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