Amokfahrer dankt Polizisten, die ihn angeschossen haben

Dresden - Er legte im Sommer 2019 eine "Amoktour" hin. Dafür kassierte Robert B. (33) am Landgericht Dresden nun vier Jahre und drei Monate Haft. Außerdem muss der Vorbestrafte in eine Entziehungsanstalt, um sein Drogenproblem in den Griff zu bekommen.

Amokfahrer Robert B. (33) will jetzt in der Haft eine Therapie antreten.
Amokfahrer Robert B. (33) will jetzt in der Haft eine Therapie antreten.  © Peter Schulze

Damals war Robert erst vier Monate aus der Haft, kam draußen nicht zurecht. "An dem Tag war Ihnen Ihr eigenes Leben nichts mehr wert", konstatierte die Richterin. 

So zog Robert los, versuchte in Löbtau Autos zu rauben, klaute letztlich einen Golf und fuhr - ohne es zu können - nach Mickten (TAG24 berichtete).

Dabei baute er einen Unfall nach dem anderen. Allein in der engen Micktener Straße rammte er sechs Fahrzeuge!

Am Elbvillenweg stellte ihn endlich die Polizei: "Erschießt mich doch!", brüllte der Amokläufer, der per Schuss in die Hüfte gestoppt wurde. 


Im Prozess bedankte sich der Angeklagte bei den Polizisten, die "ihn am Leben gelassen haben". Er sei seinerzeit einfach nur verzweifelt gewesen.

Titelfoto: Peter Schulze

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