Streit unter Brüdern mit Japan-Messern: Bewährung!

Dresden - Er ging mit sogenannten Japan-Messern auf zwei Brüder los. Aber Tötungsabsicht konnte das Landgericht Dresden dem Syrer Ali A. (46) nicht nachweisen. Der Taxifahrer wurde dennoch verurteilt. Wegen gefährlicher Körperverletzung bekam er zwei Jahre Haft. Die Strafe wurde aber zur Bewährung ausgesetzt.

Blutiger Bruderstreik: Ali A. (46) kam für seine Messer-Attacke gerade noch mit einer Bewährungsstrafe davon.
Blutiger Bruderstreik: Ali A. (46) kam für seine Messer-Attacke gerade noch mit einer Bewährungsstrafe davon.  © Peter Schulze

Wie berichtet, reiste Ali im November 2020 vom Bodensee nach Dresden, um sich hier mit Amar und Walid M. zu treffen.

"Voraus gingen dauerhafte, massive wechselseitige Beleidigungen", so der Richter. Ali war am Abend vor der Tat sogar bei der Polizei, um sich Luft zu verschaffen.

Weil aber kein Dolmetscher anwesend war und er nicht verstanden wurde, konnte ihm nicht geholfen werden.

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So ging Ali zum Treffen im Hauptbahnhof und stürmte auf die Brüder zu. Bewaffnet mit zwei Messern mit zackenförmiger Klinge von je 38 cm Länge.

Er schlug damit die "Gegner", traf einen am Ohr, verletzte sich aber selbst erheblich, wurde überwältigt und kam in U-Haft.

Der Staatsanwalt hatte über drei Jahre Haft wegen versuchten Totschlages gefordert. Die Richter gaben Bewährung und setzten Ali A. auf freien Fuß.

Titelfoto: Peter Schulze

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