Datum für Prozessbeginn gegen Dresdner Messer-Mörder Abdullah steht fest

Dresden - Der Mord auf der Schloßstraße in Dresden. Am 12. April beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter Abdullah A. H. H. (21) im Hochsicherheitsgericht am Hammerweg.

Abdullah A.H.H. (21) stand bereits mehrfach vor Gericht - hier 2018 vor dem Oberlandesgericht am Hammerweg. Am 12. April wird er wieder vor Gericht erscheinen.
Abdullah A.H.H. (21) stand bereits mehrfach vor Gericht - hier 2018 vor dem Oberlandesgericht am Hammerweg. Am 12. April wird er wieder vor Gericht erscheinen.  © xcitePRESS (Archiv)

Die Anklage schrieb der Generalbundesanwalt (GBA): Nur fünf Tage nach seiner Haftentlassung stach der als Gefährder eingestufte Syrer im Oktober 2020 an der Schloßstraße zwei Touristen aus Nordrhein-Westfalen nieder.

Thomas L. (†55) starb. Sein Lebenspartner Oliver (53) überlebte schwer verletzt.

Laut GBA handelte der Täter aus radikal-islamistischer Gesinnung heraus. Demnach wählte er die beiden Männer aus, "um sie als Repräsentanten einer von ihm als 'ungläubig' abgelehnten freiheitlichen und offenen Gesellschaftsordnung mit dem Tode zu bestrafen", so die Anklage.

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Abdullah A. H. H. bekam im November 2018 vom OLG zwei Jahre und neun Monaten Haft.

Geplant sind bisher zwölf Prozesstage für den mutmaßlichen Täter

Die grausame Tat ereignete sich an der Ecke Schloßstraße/Rosmaringasse. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab.
Die grausame Tat ereignete sich an der Ecke Schloßstraße/Rosmaringasse. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab.  © Roland Halkasch

Er galt als Unterstützer und Anhänger der Terror-Miliz IS, plante Selbstmordattentate in Dresden, hatte Baupläne für Sprengstoffgürtel organisiert.

Obwohl im Knast sowohl die Deradikalisierungs-Betreuung als auch psychologische Beratung fehlschlugen und Abdullah Wachpersonal angriff, wurde er am 29. September 2020 unter harten Auflagen und teilweiser Überwachung auf freien Fuß gesetzt.

Doch am 4. Oktober stach er auf die Touristen ein - und meldete sich - getreu seinen Auflagen - kurz danach bei der Polizei, um seine Anwesenheit in der Stadt zu dokumentieren.

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Gut zwei Wochen nach der Bluttat wurde er gefasst, sitzt seither in U-Haft.

Der Staatsschutzsenat hat bislang zwölf Prozesstage geplant. Ein Urteil soll Ende Mai fallen.

Titelfoto: Bildmontage: xcitePRESS (Archiv) & Roland Halkasch

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