Gruppe Freital: Prozess gegen Bandenmitglieder gestartet!

Freital/Dresden - Auftakt zur zweiten Prozess-Runde gegen die "Gruppe Freital".

Die "zweite Reihe" der Gruppe Freital (v.l.o.): Dirk A. (53), Stephanie T. (31), Sebastian S. (27) und Ferenc A. (31).
Die "zweite Reihe" der Gruppe Freital (v.l.o.): Dirk A. (53), Stephanie T. (31), Sebastian S. (27) und Ferenc A. (31).  © Rainer Blende

Während Rädelsführer und Hauptakteure der rechtsterroristischen Vereinigung bereits verurteilt wurden, geht die Justiz nun gegen weitere mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer vor. 

Am "Terror-Gericht" am Hammerweg begann der Prozess gegen vier Angeklagte.

Darunter ist auch der Ex-NPD-Stadtrat Dirk A. (53). Der Freitaler soll als Mitglied der Gruppe am Anschlag auf das Parteibüro der Linken im September 2015 beteiligt gewesen sein. 

Stephanie T. (31) soll auf einem "Gruppenfoto" mit Hakenkreuzfahne und Hitlergruß posiert haben. 

Sebastian S. (27) war laut Anklage beim Böller-Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft beteiligt, was der Generalstaatsanwalt als Beihilfe zum versuchten Mord auslegt. 

Ferenc A. (31) war der Anklage zufolge beim Anschlag auf das Auto eines Linken-Stadtrates beteiligt, habe auch die Böller dafür besorgt.

Urteile gegen "Gruppe Freital" erst im kommenden Jahr erwartet

Chef-Richter Hans Schlüter-Staats (58) und seine Kammer wollen 19 Zeugen in der Sache hören.
Chef-Richter Hans Schlüter-Staats (58) und seine Kammer wollen 19 Zeugen in der Sache hören.  © Rainer Blende

Im Prozess erinnerte er sich kaum an Einzelheiten. 

Immerhin gab er zu, in Tschechien illegale Sprengkörper organisiert zu haben, die an diversen Orten rechter Gewalt zum Einsatz kamen. 

Auch bei der Randale vor der geplanten Unterkunft in Heidenau.

Die Gruppe Freital flog 2016 durch Razzien des BKA auf. Die Haupttäter bekamen im März 2018 Haftstrafen von bis zu zehn Jahren

Im selben Monat gab es erneut Razzien. Auch bei Dirk A., der sozusagen aus den eigenen Reihen belastet wurde. 

Er will in den nächsten Tagen aussagen. Ein Urteil soll Ende Januar fallen.

Titelfoto: Rainer Blende

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0