Yamaha-Unfall mit Badelatschen und auf Drogen: Vor Gericht zeigt Angeklagter Reue

Dresden - Eine Fahrerlaubnis hatte Michael G. (40) nicht. Aber reichlich Drogen im Blut. Die bei ihm ermittelte Menge Crystal überstieg den zulässigen Grenzwert um das Hundertfache! So gedopt, krachte der Industriemechaniker mit seinem Yamaha-Motorrad in einen VW Caddy und hockte nun (mal wieder) vorm Amtsrichter in Dresden.

Michael G. (40) kassierte am Dienstag die fünfte Verurteilung wegen Fahrens ohne Führerschein.
Michael G. (40) kassierte am Dienstag die fünfte Verurteilung wegen Fahrens ohne Führerschein.  © Peter Schulze

Im Mai 2019 wollte Michael zu seinen Eltern nach Leuben, schwang sich mit Badelatschen an den Füßen in Laubegast auf seine alte Maschine. Dabei ignorierte er nicht nur die Verkehrssicherheit ob des unpassenden Schuhwerks, sondern auch, dass er gar nicht fahren darf. 

Seine Fleppen musste er bereits 2006 abgeben, kassierte schon mehrfach Urteile wegen Fahrens ohne Führerschein.

Vor allem aber ignorierte er die Drogen im Blut. "Crystal hatte ich wohl noch vom Wochenende drin. Und Cannabis vom Abend davor", gab er freimütig zu. In völliger Selbstüberschätzung kurvte er los. An der Wilhelm-Weitling-Straße kam ihm Jana M. (46) im Caddy entgegen.

"Er schlingerte und eierte derart, dass ich lieber anhielt", so die Autofahrerin. "Da fuhr er direkt auf meinen Wagen zu und es krachte." 

Frontal war die Yamaha gegen den Caddy geknallt, Schaden: über 1300 Euro. "Ich dachte, ich schaffe es noch", so der Angeklagte, der sich bei Jana M. entschuldigte.

Der Richter verdonnerte Michael G. zu neun Monaten Haft. Er setzte die Strafe aber zur Bewährung aus.

Titelfoto: Peter Schulze

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