Dresden sagt Graffiti-Sprayern den Kampf an: Anklage gegen mehrere Schmierfinken

Dresden - Dresden nimmt den Kampf gegen Graffiti-Sprayer auf! Die Staatsanwaltschaft Dresden hat am Dienstag Anklagen gegen mehrere Schmierfinken erhoben - der Vorwurf Sachbeschädigung in bis zu 37 Fällen!

Die Angeklagten haben mehrere Bahnwaggons mit Graffiti "verschönert".
Die Angeklagten haben mehrere Bahnwaggons mit Graffiti "verschönert".  © Staatsanwaltschaft Dresden

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Dienstag mitteilte, hat sie zwei Anklagen gegen drei Deutsche im Alter von 24, 25 und 32 Jahren zum Amtsgericht Dresden beim zuständigen Strafgericht erhoben.

Eine weitere Anklage richtet sich gegen drei Deutsche im Alter von 24, 26 und 27 Jahren zum Jugendstrafgericht.

Alle Angeklagte müssen sich wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung verantworten - und das in bis zu 37 Fällen.

Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, im Stadtgebiet von Dresden unerlaubt großflächig Graffiti an Eisenbahnwaggons gesprayt zu haben. Unter anderem waren sie auch in Bahnbereichen in Chemnitz, Coswig, Cottbus und Hoyerswerda aktiv.

Laut Staatsanwaltschaft Dresden soll durch die Graffiti ein Gesamtschaden von circa 220.000 Euro verursacht worden sein.

Durch die unerlaubten Graffiti soll an mehreren Bahnanlagen ein Gesamtschaden von circa 220.000 Euro entstanden sein.
Durch die unerlaubten Graffiti soll an mehreren Bahnanlagen ein Gesamtschaden von circa 220.000 Euro entstanden sein.  © Staatsanwaltschaft Dresden

Geschädigt wurden hauptsächlich regionale Bahnverkehrsunternehmen wie die Deutsche Bahn AG, die ehemalige Städtebahn Sachsen, die Transdev Mitteldeutschland GmbH, die ITL Eisenbahngesellschaft mbH sowie die DB Cargo AG.

In dem ursprünglich gegen acht Beschuldigte geführten Ermittlungsverfahren wurden im Dezember des vergangenen Jahres fünf richterlich angeordnete Durchsuchungen in Dresden realisiert.

Dabei wurden umfangreichen Beweismittel wie Speichermedien und internetfähige Kommunikationsmittel beschlagnahmt, die die Staatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizeiinspektion Dresden auswerteten.

Gegen zwei Beschuldigte wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Dresden eingestellt, da diese in einem anderen Verfahren bereits Strafen erhalten hatten und ihnen im hier geführten Verfahren nur wenige Taten nachzuweisen waren.

Titelfoto: Staatsanwaltschaft Dresden

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