Dresdner prügelt seine Freundin durch die Wohnung: Trotzdem will sie ihn zurück

Dresden - Da halfen keine Tränen, kein Verzeihen: Am Mittwoch schickte die Richterin Marcel R. (39) endgültig hinter Gitter. Nachdem er schon mehrfach seine Freundin Ines B. (57) attackiert hatte, stand er erneut vor dem Dresdner Amtsgericht. Am ersten Advent hatte er sie wieder brutal zusammengeschlagen.

Marcel R. (39) musste nach mehreren Prügelattacken gegen seine Freundin am Mittwoch endgültig hinter Gitter.
Marcel R. (39) musste nach mehreren Prügelattacken gegen seine Freundin am Mittwoch endgültig hinter Gitter.  © Steffen Füssel

Der Auslöser war profan: Nachdem Marcel R. betrunken nach Hause kam, wollte er etwas kochen. "Lauchsuppe", so der gelernte Fachlogistiker. 

"Sie sagte nein, es wäre zu spät. Da bin ich wütend geworden."

Kein Einzelfall in der bereits neun Jahre andauernden Beziehung, doch diesmal war die Brutalität besonders ausufernd: Nicht nur, dass er sie durch mehrere Räume des Hauses prügelte, er schlug noch ihren Kopf gegen die Wand, würgte sie mehrfach und stach ihr beide Daumen in die Augen. 

Wohlwissend, dass Ines bereits unter einer Augenkrankheit litt. Anschließend zerrte er sie in die Badewanne, forderte Sex von ihr. 

Als sie ablehnte, ließ er jedoch von ihr ab. Rein körperlich trug die Sozialpädagogin keine schweren Verletzungen davon, doch noch heute befindet sie sich in psychologischer Behandlung. 

Nichtsdestotrotz verzieh sie ihm auch diesen Übergriff. "Ich will ihn zurück", sagte sie unter Tränen. "Weil ich ihn liebe."

Doch nun muss Marcel zunächst für 16 Monate hinter Gitter. Er stand während der Prügelattacke bereits unter Bewährung wegen seines letzten Übergriffs. 

Titelfoto: Steffen Füssel

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