Zehntausende Euro futsch! Dresdner Rentnerin fällt auf Aktien-Betrüger rein

Dresden - Wenn ein Geschäft boomt, dann zieht es sofort auch Kriminelle an: So warnt die Polizei vor falschen Finanzdienstleistern, die im Netz ihre Dienste anbieten. Einer Dresdner Rentnerin (67) haben solche Gauner jetzt 85.000 Euro abgezockt.

Die angeblichen Börsenkurse kannten nur ein Ziel: immer weiter nach oben. Doch dahinter steckte dreister Betrug. (Symbolbild)
Die angeblichen Börsenkurse kannten nur ein Ziel: immer weiter nach oben. Doch dahinter steckte dreister Betrug. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

In Zeiten niedriger Zinsen zieht es viele mit ihren Ersparnissen an die Börse. Praktisch: Über das Internet ist mit wenigen Klicks ein Depot eröffnet, ebenso schnell sind Wertpapiere gekauft. Doch nicht alle Portale sind echt.

"Die Dresdnerin suchte Anfang des Jahres im Netz nach Möglichkeiten, Geld anzulegen", sagt Polizeisprecher Martin Stolle (32). "Dabei stieß sie auf das Portal." Kaum registriert, meldete sich ein angeblicher Berater, wollte 250 Euro Eröffnungsgebühr.

Die Dame überwies auf das ausländische Konto. Anschließend sah es dann auch richtig gut aus: Wann immer sie auf ihrem Profil nachsah, stiegen die Kurse.

So fiel es dem angeblichen Berater auch nicht schwer, sie im Februar zu überzeugen, noch mal 15.000 Euro anzulegen.

Kurz gaukelten die Grafiken im Netz ihr vor, dass sich die Einlage verdoppelt habe.

Fake-Berater jubelt Rentnerin hohen Kredit unter

Der Berater versprach nun noch höhere Gewinne, wenn sie insgesamt 100.000 Euro anlegt, hatte dafür auch schon einen Kreditantrag über die fehlenden 70.000 Euro, den sie nur unterschreiben müsse. Tatsächlich nahm die Rentnerin den Kredit, überwies das Geld wieder ins Ausland.

Mitte Februar wollte sie sich schließlich etwas auszahlen lassen. Plötzlich brachen die vermeintlichen Kurse ein. Der angebliche Berater drohte mit Depotlöschung, falls sie nicht noch weiteres Geld einzahle.

Jetzt begriff die Frau den Betrug, schaltete die Polizei ein - vermutlich zu spät ...

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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