Einbrechen, schlagen, pöbeln! Jetzt hatte der Richter die Faxen dicke: Haudrauf-Argjent wandert in den Knast

Dresden - Wenn er wütend ist, flippt er aus. Argjent M. (36) musste sich vorm Amtsrichter in Dresden verantworten, weil er in Riesa schlug, pöbelte und einbrach. Er hatte für alles eine Erklärung.

Laut Amtsrichter in Dresden häuft Argjent M. (36) Urteile "wie ein Jäger und Sammler" an.
Laut Amtsrichter in Dresden häuft Argjent M. (36) Urteile "wie ein Jäger und Sammler" an.  © Peter Schulze

So griff der Serbe laut Anklage unter anderem seine damalige Verlobte an. Weil sie ihm die Zugangsdaten für ihren Facebook-Account verweigerte, soll er mit einer abgebrochenen Flasche zugeschlagen haben. 

"Ich dachte, wir hätten keine Geheimnisse", so Argjent, der schon mehrfach abgeschoben wurde. "Ich war sauer. Wir stritten. Aber ich habe nicht geschlagen." 

Einen Bekannten besprühte er mit Reizgas. Angeblich Notwehr: "Er klingelte, sollte aber verschwinden", so der Angeklagte. "Ich rief die Polizei. Die kam nicht. Da griff ich zum Pfefferspray", so Argjent, der hinzufügte: "In anderen Ländern kann man die Leute erschießen."

Festgenommen wurde er schließlich im Dezember, als er in einem Dönerladen Spielautomaten aufbrach. 

"Ich brauchte Geld für Weihnachtsgeschenke für meine Kinder", erklärte der Mann mit einem Dutzend Vorstrafen, der dann auf dem Weg in den Knast auch noch Theater im Polizeiauto machte.

Das Schöffengericht verurteilte Argjent nun zu 14 Monaten Haft. Die Strafe muss er ebenso absitzen wie ein Urteil vom März dieses Jahres aus Riesa. Dort kassiere er 18 Monate Haft. 

Titelfoto: Peter Schulze

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