Er fuhr im Auto Amok: Erst ein Hüftschuss konnte Robert stoppen

Dresden - Robert B. (33) fuhr im Sommer 2019 in Dresden im geklauten Golf Amok. Im Prozess am Landgericht Dresden sprach gestern der Angeklagte zu den Vorfällen. Auch Zeugen wurden gehört. Die meisten hatten Mitleid mit dem Täter.

Robert B. (33) drehte aus Verzweiflung durch. Nun sitzt er auf der Anklagebank.
Robert B. (33) drehte aus Verzweiflung durch. Nun sitzt er auf der Anklagebank.  © Peter Schulze

"Es tut mir leid, ich wusste nicht mehr weiter", erklärte Robert. "Die Drogen, keine Perspektive, obdachlos", zählte er auf. 

Und so rannte er mit einer Schreckschusswaffe durch Löbtau, versuchte Autos zu kapern. 

"Er sagte, ich soll ihn erschießen", so ein Nissan-Fahrer. "Er wolle jetzt sterben. Ich dachte ständig, mit dem stimmt doch was nicht."

Schließlich klaute Robert in einer Praxis an der Kesselsdorfer Straße den Rucksack samt Autoschlüssel einer Mitarbeiterin. 

Verhandlung läuft weiter

"Ich hatte das Gefühl, er will von mir entdeckt werden", so die Frau, die ebenfalls mit der Waffe bedroht wurde. Und weiter: "Der hatte irgendein Problem. Ich hatte so eine Art Verständnis." 

Mit ihrem Golf fuhr Robert dann allerdings Amok, demolierte mehrere Autos, verursachte über 30.000 Euro Schaden und wurde per Hüftschuss von der Polizei gestoppt. Urteil folgt.

Titelfoto: Peter Schulze

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