Er hat 45.000 Euro Schulden: Möbelpacker sackt Kunden-Kohle ein!

Dresden - Er packte nicht nur kräftig mit an, sondern sackte auch ein. Zweimal steckte sich Umzugshelfer David S. (31) die Kohle von Kunden in die eigene Tasche. Nun setzte es - mal wieder - ein Urteil am Amtsgericht Dresden.

David S. (31) gab an, sich jetzt beim Schuldnerberater Hilfe zu holen.
David S. (31) gab an, sich jetzt beim Schuldnerberater Hilfe zu holen.  © Peter Schulze

Seinerzeit arbeitete David für ein Umzugsunternehmen. Abkassiert wurde in bar. Doch das Geld kam nie in der Firmenkasse an.

Insgesamt 1039,16 Euro unterschlug der Helfer so. "Naja", beschwichtigte der Angeklagte.

"Ich dachte damals, es gehört zum Darlehen." Tatsächlich hatte ihm sein Arbeitgeber mehrfach Vorschuss gezahlt, ihm letztlich gar ein Darlehen gewährt.

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Was der Chef damals nicht wusste: David hatte zuvor Kunden-Gelder unterschlagen. Denn er war stets knapp bei Kasse: "Jugendsünden. Handyverträge und so", erklärte der Angeklagte die rund 45.000 Euro Schulden.

Am Ende kam David S. glimpflich davon

Darin enthalten dürften auch Prozesskosten sein. Wegen Betruges stand David immer wieder vor Gericht, kassierte Geldstrafen.

Und die zahlt er wohl nur schleppend ab. So überreichte ihm der Richter im Prozess ein Schreiben der Staatsanwaltschaft: Entweder er begleicht aus einem früheren Urteil bis Ende des Monats 2415 Euro oder er muss 69 Tage in den Knast.

"Kümmern Sie sich dringend darum", mahnte der Richter, der David für die Unterschlagungen weitere 3000 Euro Strafe - wahlweise 100 Tage Haft - aufbrummte.

Titelfoto: Peter Schulze

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