Er missbrauchte Kinder und belästigte eine Frau: Serientäter verurteilt

Dresden - Ein Jahr nach einer Serie sexueller Attacken auf Kinder und eine junge Frau in Dresden ist der 38-Jährige Tim M. zu sieben Jahren und vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Tim M. (38) wurde zu sieben Jahren und vier Monaten verurteilt.
Tim M. (38) wurde zu sieben Jahren und vier Monaten verurteilt.  © Ove Landgraf

Die Jugendschutzkammer des Dresdner Landgerichts sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der nicht einschlägig vorbestrafte Mann drei Mädchen und eine Erwachsene in Dresden sowie schon im Sommer 2018 ein Kind und eine Jugendliche im Osterzgebirge überfallen und missbraucht hatte.

Die Richter befanden den Dresdner der besonders schweren Vergewaltigung, des mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern und sexueller Nötigung für schuldig. Die Kammer ordnete die Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie an. 

Von ihm gehe ohne Therapie nach wie vor die Gefahr weiterer Taten aus, sagte der Vorsitzende Richter, Andreas Ziegel. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Verteidigung kündigte Revision an.

Der Arbeitssuchende war am 23. Juli 2019 nach der Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Dresden festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft

Täter besaß zahlreiche kinderpornografische Fotos und Videos

Der Täter soll mehrere Kinder sexuell missbraucht haben.
Der Täter soll mehrere Kinder sexuell missbraucht haben.  © Ove Landgraf

Der Deutsche soll zuvor seit Juni auch eine Elf- und eine Zwölfjährige sowie eine junge Frau beim Spazierengehen mit sexuellen Absichten überfallen haben. Auch die Übergriffe auf eine 10- und eine 17-Jährige in Bad Gottleuba im Juni 2018 gehen aus Sicht der Kammer auf das Konto des Mannes, der zur Tatzeit dort als Küchenhilfe arbeitete.

Der Angeklagte schwieg im Prozess zu den Vorwürfen und nahm das Urteil regungslos auf. Er soll Tausende kinderpornografischer Fotos und Videos besessen und einige davon selbst erstellt haben.

Ein Gutachter hatte bei dem Mann eine Art Schizophrenie festgestellt und ihn als zur Tatzeit vermindert schuldfähig eingestuft.

Mit dem Urteil folgte die Kammer der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Verteidigung hatte auf maximal fünf Jahre plädiert.

Titelfoto: Ove Landgraf

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