Ex-Freundin attackiert und schwer verletzt: Anklage gegen Gewalttäter (25) in Dresden

Dresden - Im Zusammenhang mit einem Angriff auf seine frühere Lebensgefährtin im November 2020 in Dresden ist Anklage gegen einen jungen Mann erhoben worden.

Die Polizei während des Einsatzes im Februar auf der Budapester Straße.
Die Polizei während des Einsatzes im Februar auf der Budapester Straße.  © privat

Der Tunesier steht im Verdacht der schweren und der vorsätzlichen Körperverletzung, wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mitteilte.

Er soll die 20-Jährige in deren Wohnung angegriffen und verletzt haben. Einen 24-Jährigen, der ihr helfen wollte, habe er mit einem Klappmesser ins Gesicht gestochen und schwer verletzt.

Der mutmaßliche Gewalttäter war nach der Attacke abgetaucht. Drei Monate später hatte sich der 25-Jährige der Festnahme durch Flucht über den Balkon der Plattenbauwohnung entzogen und dabei die Hüfte gebrochen.

Er ist seit der Entlassung aus dem Krankenhaus in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, das neue und die fünf bereits am Amtsgericht anhängigen Verfahren gegen den Mann zusammenzuführen. Die Behörden ermittelten bereits unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in drei Fällen, Hehlerei und verbotenen Kraftfahrzeugrennens gegen den 25-Jährigen.

Mit Auto und "mindestens 100 Km/h" über den Fußweg geflohen

Bei dem Straßenrennen soll der Tunesier am 7. Juli gegen 11 Uhr am Vormittag mit "mindestens 100 Km/h" durch die Stadt gerast sein, um sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. "Dabei soll der Beschuldigte zum Teil auch auf der Gegenfahrbahn und auf dem Fußweg gefahren sein", heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft. Sein Auto wurde anschließend beschlagnahmt.

Der Haftbefehl soll entsprechend erweitert werden.

Dabei geht es um den Verdacht der Hehlerei, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis oder illegales Autorennen: Er soll im Juli 2020 mit mindestens Tempo 100 durch die Stadt gerast sein, um einer Verkehrskontrolle zu entgehen.

Titelfoto: privat

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